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„Verrückt? Na und!“

Präventionsprojekt


Wir sind im Wetteraukreis Träger des Schulprojektes „Verrückt? Na und!“. Dieses Projekt, das vom Verein Irrsinnig Menschlich e. V. entwickelt wurde, richtet sich an Jugendliche und ihre Lehrkräfte. Es dauert einen Schultag und eignet sich für Klassen und Gruppen. Es ist einfach aufgebaut und kann bei Bedarf z. B. durch Elternabende, pädagogische Tage oder Beratung ergänzt werden. „Verrückt? Na und!“ geht von der Lebenswelt und den Lernerfahrungen der teilnehmenden Jugendlichen aus.

Kontakt:
Ivonne Berkenhagen
Koordinatorin
Schulprojekt „Verrückt? Na und!“
Ramonville-Straße 2
61184 Karben
Telefon: 06039 91819-0
ivonne.berkenhagen@diakonie-wetterau.de
www.verrueckt-na-und.de

Sie finden hier als pdf:
Faltblatt Seelisch fit in Ausbildung und Beruf
Faltblatt Verrückt? Na und!

Psychische Erkrankungen beginnen oft im Jugendalter. Umso wichtiger sind deshalb wirkungsvolle Prävention und Gesundheitsförderung. Die Schule ist dafür ein idealer Ort. Der „Verrückt? Na und!“-Schultag bringt das Thema psychische Gesundheit in die Schule. Er zeigt einfache und wirksame Wege, wie Schüler und Lehrkräfte gemeinsam Krisen meistern und seelische Gesundheit stärken können, damit alle gut die Schule schaffen.

Ziele
„Verrückt? Na und!“ stärkt die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. Das ist wichtig, weil …

  • ca. 20% der 13- bis 18-Jährigen psychische Gesundheitsprobleme haben.
  • oft mehrere Jahre vergehen, bis sie Hilfe suchen und bekommen.
  • ca. 2 bis 3 Millionen Heranwachsende mindestens ein Elternteil haben, das psychisch erkrankt ist.
  • 90% der jungen Menschen, die durch Suizid sterben, zuvor eine psychische Erkrankung hatten.

Psychische Krisen in der Jugend haben „gute“ Gründe und gehören meistens zum Aufwachsen. Psychische Krisen verbergen sich jedoch häufig hinter Problemen wie Drogen, Alkohol, Mobbing, Gewalt, Schulabstinenz, Schulabbruch und suizidalem Verhalten. Sie…
  • beeinträchtigen Klassenklima und Schulerfolg.
  • werden meist zuerst von Lehrkräften erkannt.
  • sind mit Ängsten, Vorurteilen und Stigmata behaftet.
  • kann man überstehen und daran wachsen.

Ziele des Schultags sind, dass Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte klassenweise
  • Warnsignale seelischer Krisen kennen lernen.
  • über verschiedene jugendtypische Bewältigungsstrategien sprechen.
  • bestehende Ängste und Vorurteile gegenüber psychischen Krisen hinterfragen und abbauen.
  • erfahren, wer und was helfen kann.

    • Zielgruppen
      Das Präventionsprogramm richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 der Sekundarstufe I/II und ihre Lehrkräfte sowie an Auszubildende in Berufsschulen und ihre Ausbilder.

      Inhalte
      "Verrückt? Na und!" verfolgt einen universellen Ansatz der Prävention und Gesundheitsförderung und geht auf die Bedürfnisse der Jugendlichen ein. Im Sinne des sogenannten Setting-Ansatz der Verhältnisprävention werden unter direkter Beteiligung der Betroffenen die jeweiligen Gesundheitspotenziale und -risiken ermittelt und ein Prozess geplanter organisatorischer Veränderungen angestoßen. „Verrückt? Na und!“ ist als niedrigschwellige Einstiegsintervention konzipiert und kann institutionsübergreifende „Präventionsketten“ integriert werden.
      Ein Team aus fachlichen (Psychologe, Sozialpädagoge) und persönlichen Experten (Menschen, die psychische Krisen gemeistert haben) lädt gemeinsam mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer zu einem offenen Austausch über die großen und kleinen Fragen zur seelischen Gesundheit ein.
      Ausgangspunkt sind die Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler. Häufige Themen: Prüfungsstress, Mobbing, Schulleistungen, Belastung durch Krankheit, Suizid, psychisch und suchtkranke Eltern, Drogen, Alkohol, Zukunftssorgen.

      Durch das Gespräch mit den persönlichen Experten bekommt das Thema seelische Gesundheit ein Gesicht, zum Greifen nah – und dabei ganz normal. Diese unerwartete Begegnung ist der Schlüssel zur Veränderung von Einstellungen und bestenfalls Verhalten bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften. Umfangreiches Material ermöglicht eine nachhaltige Begleitung in der Schule (www.irrsinnig-menschlich.de/material). Am wirksamsten und nachhaltigsten ist es, wenn der Schultag in gesundheitsförderliche Schulentwicklung integriert wird.

      Der Schultag besteht aus drei Teilen
      • 1. Ansprechen statt Ignorieren: Wachmachen für seelisches Wohlbefinden in Schule und Ausbildung. Ausgangspunkt sind die Lebenserfahrungen der Teilnehmer. Häufige Themen: Schulleistungen, Prüfungsstress, Mobbing, Süchte, Belastungen in der Familie, Krankheit, Suizid..
      • 2. Glück und Krisen: Von Lebensschicksalen und eigener Verantwortung – Gruppenarbeit
      • 3. Mut machen, Durchhalten, Wellen schlagen: Austausch mit jungen und jung gebliebenen Erwachsenen, die psychische Krisen gemeistert haben.

      Ergänzt wird der Schultag mit Material für Unterricht und Schule.




      Kooperationspartner
      „Verrückt? Na und!“ ist ein Programm von Irrsinnig Menschlich e. V. in Zusammenarbeit mit der BARMER und der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) des nationalen Kooperationsverbundes "gesundheitsziele.de".